Wer sich mit Weaving beschäftigt, stößt schnell auf Begriffe, die im Alltag kaum jemand benutzt: Tresse, Leave-out, Weft, Closure. In diesem Lexikon erklären wir die wichtigsten Wörter rund um die Einnähmethode kurz und verständlich – so, wie wir sie dir auch im Salon erklären würden. Wo es passt, verlinken wir auf die Beiträge, in denen das Thema ausführlicher behandelt wird. Alles zur Leistung selbst findest du auf unserer Leistungsseite zu Weaving und Einnähmethode.

Vorab die wichtigsten Eckdaten, auf die viele Begriffe unten verweisen:

ThemaRichtwert
Termin im Salon1,5–3 Stunden je nach Fülle
Haltbarkeitetwa 2–3 Monate
Hochsetzenim Schnitt alle 6–8 Wochen
Tressen wiederverwendenoft ein Jahr oder länger
Mindestlänge bei feinem Haarab 13 cm
EingewöhnungSpannungsgefühl lässt nach 1–2 Tagen nach
Waschen1–2 Mal pro Woche, mild und sulfatfrei
Kopfhaut ölen2–3 Mal pro Woche

A

Abnähen

Abnähen heißt, die eingenähten Tressen wieder von der Basis zu lösen. Dafür wird der Faden vorsichtig aufgeschnitten, ohne das Eigenhaar zu treffen. Abgenäht wird beim Hochsetzen und beim Entfernen des Weavings.

B

Basis

Die Basis ist das Fundament des Weavings: dein Eigenhaar, zu flachen Cornrows geflochten. Auf ihr werden die Tressen festgenäht. Wie flach und gleichmäßig sie geflochten ist, entscheidet über Halt, Optik und die Gesundheit deines Haares. Mehr dazu im Beitrag über Cornrow-Basis und Nähtechnik.

Brasilianische Methode

Die zweite mechanische Haarverlängerung in unserem Salon. Hier werden einzelne Echthaarsträhnen mit einem elastischen Spezialfaden am Eigenhaar geknotet. Sie funktioniert bei feinem Haar schon ab 8 cm, ist aber keine Schutzfrisur. Mehr auf der Leistungsseite zur Brasilianischen Methode.

C

Closure

Eine Closure ist ein Haarteil, das den oberen Bereich eines Weavings abschließt, meist mit einem eingearbeiteten Scheitel. Damit muss weniger Eigenhaar als Leave-out frei bleiben. Ob eine Closure für dich sinnvoll ist, hängt von deinem Haar und deinem Wunsch ab – das klären wir in der Beratung.

Conditioner

Beim Weaving gibst du Conditioner vom Tressenansatz bis in die Spitzen, nicht auf die Kopfhaut und die Basis. Er hält das Echthaar geschmeidig. Nach Sport und Schwimmen gehört er ebenfalls in die Längen.

Cornrows

Cornrows sind flache, eng am Kopf anliegende Zöpfe, die in Reihen geflochten werden. Beim Weaving dienen sie als Basis für die Tressen. Als eigenständige Flechtfrisur stellen wir sie im Beitrag über Cornrows vor. Mehr dazu im Beitrag Was ist eine Cornrow-Basis?.

E

Echthaar

Für Weaving arbeiten wir mit Tressen aus echtem Menschenhaar. Echthaar lässt sich waschen, föhnen und stylen wie dein eigenes Haar. Bei guter Pflege sind die Tressen oft ein Jahr oder länger nutzbar.

Einnähmethode

Der deutsche Name für Weaving. Die Tressen werden mit Nadel und Faden auf eine geflochtene Basis genäht – ohne Kleber, Hitze oder Chemie. Wie das im Ganzen funktioniert, erklärt der Beitrag So funktioniert die Einnähmethode.

Extensions-Bürste

Eine Bürste, die für Haarverlängerungen gemacht ist. Für Weaving eignen sich Modelle mit Wildschweinborsten oder flexiblen Schlaufen, weil sie nicht an den Nähten hängen bleiben. Mehr dazu unter Muss ich eine spezielle Bürste benutzen?

F

Faden

Mit dem Faden wird die Tresse an der Basis befestigt. Er muss reißfest sein und sollte farblich zum Haar passen, damit er nicht auffällt. Genäht wird immer durch den Zopf und die Tressennaht, nie durch die Kopfhaut.

G

Gewichtsverteilung

Echthaar hat Gewicht, und das hängt an deinen Haarwurzeln. Deshalb wird es beim Weaving auf mehrere Reihen verteilt, statt einzelne Reihen schwer zu beladen. Je mehr Länge und Volumen, desto wichtiger ist eine gut geplante Basis.

H

Haarfollikel

Der Haarfollikel ist die kleine Einstülpung in der Kopfhaut, aus der das Haar wächst. Kurzer Zug macht ihm nichts aus, dauerhafter Zug über lange Zeit kann ihn schwächen. Darum werden die Cornrows beim Weaving nicht zu fest geflochten.

Hochsetzen

Weil dein Haar wächst, rutscht die Basis mit der Zeit vom Kopf weg. Beim Hochsetzen werden die Tressen abgenäht, die Cornrows gelöst und neu geflochten und die Tressen wieder eingenäht. Das ist im Schnitt alle 6–8 Wochen fällig. Mehr unter Wie oft muss das Weaving hochgesetzt werden?

I

Indisches Haar

Einer der drei Haartypen, mit denen wir beim Weaving arbeiten. Indisches Haar ist häufig kräftiger und dunkler. Welcher Typ zu deinem Eigenhaar passt, entscheiden wir gemeinsam in der Beratung. Der Haartyp beeinflusst auch den Preis.

K

Konturen

Mit Konturen sind die Haarpartien an Stirn, Schläfen und im Nacken gemeint. Beim Weaving bleiben sie frei, damit sie die Basis verdecken und du einen Zopf tragen kannst, ohne dass man die Tressen sieht. Hier sitzen außerdem die feinsten Haare, die besonders empfindlich auf Zug reagieren.

L

Leave-out

Leave-out ist das Eigenhaar, das beim Weaving bewusst nicht mitgeflochten wird, meist an den Konturen. Es fällt über die Basis und sorgt für natürliche Übergänge. Damit das funktioniert, müssen Farbe und Struktur der Tressen zum Leave-out passen.

N

Nadel

Genäht wird mit einer gebogenen Nadel. Durch die Biegung lässt sie sich unter der Cornrow hindurchführen, ohne die Kopfhaut zu berühren.

Naht

Die Naht ist das obere Ende einer Tresse, an dem die Haare zusammengefasst sind. Durch sie wird der Faden geführt. Eine angeschnittene oder beschädigte Naht kann sich lösen, dann haart die Tresse – deshalb werden Tressen möglichst umgeschlagen statt abgeschnitten.

P

Protective Style

Englisch für Schutzfrisur. Gemeint sind Frisuren, bei denen das Eigenhaar über Wochen geschützt und kaum gestylt wird. Weaving gilt als Protective Style, weil dein Haar geflochten unter den Tressen liegt. In unserem Methodenvergleich bekommt es dafür die Bestnote. Mehr dazu im Beitrag Weaving als Protective Style.

R

Reihe

Eine Reihe ist eine eingenähte Tressenbahn auf einer Cornrow. Die Anzahl der Reihen bestimmt, wie viel Fülle entsteht. Unsere Preisliste rechnet beim Weaving nach Reihen: Eine Reihe kostet 40 €, der ganze Kopf 200 €. Alle Beträge stehen auf der Preisseite.

Russisches Haar

Einer der drei Haartypen für Weaving. Russisches Haar wird oft gewählt, wenn das Eigenhaar eher fein und hell ist. Das ist eine Tendenz, keine feste Regel – entscheidend ist, wie die Tresse neben deinem Haar aussieht.

S

Seidenkissenbezug

Seide ist glatter als Baumwolle und verursacht weniger Reibung. Zusammen mit einem lockeren Zopf oder Dutt schützt ein Seidenkissenbezug die Tressen nachts vor Knoten.

Spannungsgefühl

Nach dem Einsetzen spürst du ein leichtes Spannen, weil die Cornrows eng am Kopf liegen. Das ist normal und lässt nach 1–2 Tagen nach. Zieht oder schmerzt es danach immer noch, sind die Zöpfe zu fest und sollten gelockert werden.

Staunässe

Staunässe entsteht, wenn die Cornrows unter den Tressen nach dem Waschen feucht bleiben. Das kann zu Geruch und gereizter Kopfhaut führen. Deshalb föhnst du beim Weaving immer erst die Basis und dann die Längen. Mehr Pflegetipps findest du in unseren 10 Pflegetipps für dein Weaving.

T

Traktionsalopezie

Der Fachbegriff für Haarausfall durch dauerhaften Zug. Er zeigt sich oft zuerst an Schläfen und Stirn. Wird der Zug früh weggenommen, erholt sich das Haar häufig – hält er zu lange an, kann der Verlust an diesen Stellen dauerhaft werden. Bei Verdacht gehört das zur Dermatologin.

Tresse

Eine Tresse ist eine Haarbahn aus Echthaar, bei der die Haare oben in einer schmalen Naht zusammengefasst sind. Sie wird beim Weaving auf die Basis genäht. Tressen bleiben beim Hochsetzen erhalten und sind oft ein Jahr oder länger nutzbar. Mehr dazu unter Wie oft kann ich die Haartressen wiederverwenden? Mehr dazu im Beitrag Was sind Tressen?.

Türkisches Haar

Der dritte Haartyp, mit dem wir beim Weaving arbeiten. Türkisches Haar liegt in seinen Eigenschaften oft zwischen russischem und indischem Haar. Welcher Typ zu dir passt, sehen wir am besten direkt an deinem Haar.

V

Verdichtung

Bei einer Verdichtung geht es nicht um mehr Länge, sondern um mehr Fülle. Beim Weaving reichen dafür oft wenige Reihen. Eine Haarverdichtung mit Weaving gibt es bei uns ab 40 €.

W

Weaving

Englisch für Weben. Gemeint ist die Haarverlängerung, bei der Echthaar-Tressen auf eine Cornrow-Basis genäht werden. Ein Weaving hält etwa 2–3 Monate, der Termin dauert je nach Fülle 1,5 bis 3 Stunden.

Weft

Weft ist der englische Begriff für Tresse. Du begegnest ihm oft bei Produktbeschreibungen und in internationalen Tutorials. Gemeint ist immer dieselbe Haarbahn mit Naht.

Fazit

Wer die Begriffe kennt, versteht schnell, worauf es beim Weaving ankommt: eine saubere Basis, gut geführte Tressen, freie Konturen und eine Kopfhaut, die trocken und gepflegt bleibt. Du hast einen Begriff vermisst oder möchtest wissen, ob Weaving zu deinem Haar passt? Die Erstberatung ist kostenlos – schick uns ein Foto per WhatsApp an 0175 8629759.